Das Weissenhofmuseum

Seit 2006 ist das Weissenhofmuseum ein Museum für Architektur in Stuttgart. Das Gebäude wurde in den 1920er Jahren von den Architekten Le Corbusier und Pierre Jeanneret erbaut. Es handelt sich um ein Doppelhaus, das in nur zweieinhalb Monaten als Teil der Weissenhaussiedlung entstanden war. Diese wurde 1927 für die Ausstellung „Die Wohnung“ errichtet. Damit zeigten führende zeitgenössische Architekten ihre Vorstellungen des Neuen Bauens. Insgesamt entstanden so 21 Häuser, 500.000 Menschen besuchten die damalige Ausstellung. Seit 1958 stehen die erhalteten Gebäuder unter Denkmalschutz, nach dem in der Zeit des Nationalsozialismus bereits der Abriss gedroht hatte. Die Nazi sahen in der Siedlung einen Schandfleck und bezeichneten sie gar als „Araberdorf“. Im Jahr 2002 erwarb die Stadt Stuttgart von der Bundesrepublik Deutschland das von Le Corbusier und Pierre Jeanneret errichtete Doppelhaus und funktionierte es zum Museum um, wofür zunächst aufwendige Umbauten und Sanierungen nötig waren.

So beherbergt das Haus 1 heute das eigentliche Museum. Dieser Gebäudeteil war seit seiner Erbauung einer Vielzahl vom Umbauten unterworfen. Das Museum hat diese Veränderungen als Zeugnis der wechselvollen Geschichte des Hause bewahrt. Heute sind hier Exponate ausgestellt, die sich mit Entstehung und Entwicklung der Weissenhaussiedlung befassen.

Die andere Haushäfte – nach ihrer Hausnummer auch Haus 3 genannt, wurde dagegen trotz ebenso zahlreicher Umbauten wieder in den Zustand von 1927 versetzt. Sie dient somit als „begehbares Exponat“. Den Besucher erwartet die ursprüngliche Raumaufteilung, wie sie von den Architekten geschaffen worden war. Auch Teile der Inneneinrichtung, wie zum Beispiel die großen Einbauschränke, wurden rekonstruiert. Auch die Fassaden wurde möglichst originalgetreu wiederhergestellt.

Mit der Eröffnung als Museum ist erstmals wieder ein Gebäude der Weissenhaussiedlung für die Öffentlichkeit zugänglich, alle anderen erhaltenen Gebäude dienen heute als Wohnungen.Statt einem Urlaub in der Schweiz besuchen Sie doch mal wieder ein Museum!