Die Ausstellung
Als Museum für Architekturgeschichte befasst sich das Weissenhofmesum in erster Linie mit der Architektur des „Neuen Bauens“. Die Weissenhofsiedlung, nach der das Museum benannt ist, ist einer der wichtigsten Zeugnisse dieses Baustils. 1927 hatten 17 Architekten insgesamt 21 Gebäude geschaffen. Für die Ausstellung „Die Wohnung“ sollte hier am Beispiel einer ganzen Siedlung gezeigt werden, wie Bauen und Wohnen in der modernen Großstadt zukünftig aussehen konnte. Die errichteten Gebäude zeigen sich recht schmucklos, in fehlen jegliche Verzierungen. Ausnahmlos wurden Flachdächer errichtet. Die Gebäude wirken meist recht kubisch, sie sollten nicht der Repräsentation dienen, sondern reinen Gebrauchsobjekte sein. Das Konzept der damaligen Ausstellung umfasste auch die Inneneinrichtung der Häuser, sowie die Verwendung neuer Materialien. Am Weissenhofmuseum lässt sich beides beispielhaft heute erleben. Die Architekten versuchten mit den Grundrissen zu spielen, sie flexibel gestaltbar zu halten. Auf Licht und Farben wurde viel Wert gelegt.
Die Rekonstruktion des von Le Corbusier und Pierre Jeanneret errichteten Hauses ermöglicht dem Besucher nun, genau diesen Eindruck live zu erleben. Dazu wurden in einem Teil des Doppelhauses die späteren Umbauten wieder rückgängig gemacht. Im Obergeschoss lässt sich die damalige Inneneinrichtung bewundern. Es handelt sich quasi um ein “begehbares Exponat”. Im anderen Gebäudeteil befindet sich nun das eigentliche Museum mit Informationen zur Entstehung und Geschichte der Weissenhofsiedlung.
Das Weissenhofmuseum ist täglich außer Sonntags geöffnet.